Verfasst am 06.10.2008 20:13:06 Uhr Gefühle Es ist schwer seine Gefühle zu zeigen.
Es ist noch schwerer zu sehen, dass diese Gefühle nicht erwidert werden.
Und am schwersten ist es, sich hinterher eingestehen zu müssen, es nie versucht zu haben!
Also wage zu lieben, mit der Gewissheit zu verlieren und der Hoffnung geliebt zu werden und kämpfe um das was dir wichtig ist, auch wenn du es schon längst verloren hast.
Verfasst am 04.06.2008 09:20:57 Uhr Mentalität Jetzt bin ich also seit etwa einer Woche in Halle. Da kann man gar nicht glauben, dass ich erst vor vier Jahren hier weggezogen bin. Ich bin erschrocken! Erschrocken über die Menschen und deren Einstellung hier.
Montags 9 Uhr in Halle-Neustadt vor der ARGE: etwa 30m weit stehen die Leute Schlange an der Anmeldung. In ihren Gesichtern sieht man Scham, Müdigkeit, Unlust. Sie schämen sich, weil jeder Passant, der vorüber geht, mit ansehen kann, dass sie von Hartz4 leben (müssen/dürfen...). Sie werden beäugt. Auch ich schaue mir die Menschen genauer an: Frauen in meinem Alter mit mindestens 2 Kindern. Leute (nur wenig älter als ich) in schlabbrigen, kaputten Sachen. Junge Männer mit Bierflasche in der Hand. Nur vereinzelt ein paar Herrschaften, die sauber und ordentlich gekleidet sind und den Eindruck erwecken, dass sie gewillt sind, etwas zu ändern. Der Rest hat einen bedrückenden Gesichtsausdruck; perspektivlos, ohne Freude.
Ein paar Meter weiter: die Sparkasse. Wieder viele dieser Leute, die einfach vor sich hinstarren. Wahrscheinlich haben sie heute ihr Geld von der ARGE bekommen.
Beim Friseur bestätigt sich meine Vermutung: wieder einige dieser Leute, denen man ansieht, dass sie ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen und gleich das Geld wieder ausgeben.
Bei einer Fahrt in die Stadt bietet sich mir ein ähnliches Bild. Freudlose Gesichtsausdrücke, genervte Blicke, eingefallen, regungslos, alle starren nur vor sich hin. Was ist denn bloß geschehen in den vier Jahren Abwesenheit?
Fakt ist die Menschen haben wenig Geld, viele keine Arbeit (oftmals ist dies selbst so gewollt), nirgends habe ich bisher so viele Frauen in meinem Alter gesehen oder teilweise noch jünger, die so viele Kinder haben.
Morgen halb 10 sitzen die sehr beleibten Mütter mit ihren Kindern bei Mc Donalds und wissen nichts besseres mit sich anzufangen, als sich mit fettem ungesunden Zeug weiter vollzustopfen. Täglich kann ich dies beobachten.
Mich erschreckt das. Ich bin froh, hier nicht mehr wohnen zu müssen! Seitdem ich in München wohne, bin ich lebenslustiger. Da ist eine ganz andere Mentalität. Und erst, wenn man diese erfahren durfte, sieht man wahrscheinlich, wie triste hier in Halle alles ist.
Wieso tun die Menschen hier bloß nichts, um ihr Leben zu ändern und was besseres daraus zu machen?! Wieso vergammeln die hier so?! Wieso nehmen die alles so hin, wie es ist?! Das kann ich nicht verstehen. Aber wahrscheinlich merken die das nicht mal selbst, wie es um sie steht.
Dies alles trifft mit ziemlicher Sicherheit nicht auf alle Menschen hier zu, es ist meine persönliche Sicht der Dinge.
Verfasst am 27.05.2008 15:22:24 Uhr "Ich bin dann mal weg!" So wird es voraussichtlich ab Freitag lauten. Die letzten Wochen und Monate waren sehr turbulent und ich muss hier einfach mal weg. Raus aus dieser Stadt. Für ein paar Tage, ein paar Wochen...
Verfasst am 21.12.2007 15:05:40 Uhr Es ist soweit Der letzte relativ stressfreie Tag vor Weihnachten ist da. Also Zeit, um nochmal einen Eintrag zu verfassen.
Von nun an muss alles gemanaged werden: wer wann wie lange wohin kommt, was es zu Essen gibt, wer wann wo abgeholt werden muss, wann was los ist und wer teilnehmen wird, wer was wann unternimmt und wer zu Hause bleiben "darf", und Ruhe ist erst wieder nach dem 7. Januar.
Um ehrlich zu sein: ich habe keine Lust auf Weihnachten. Unterordnen, Stress, "ja" und "Amen" sagen und sich immer freuen und nett sein.
Tät am liebsten fliehen vor dem ganzen Mist und für mich allein sein...
Verfasst am 19.11.2007 16:59:00 Uhr Das Leben und ich Lang nichts geschrieben - wozu...für wen auch?
Ich bin erstmal angelangt. Wo? Am Endziel sicher nicht, aber vielleicht an einem Zwischenziel.
Ich bin glücklich! Ich kann es einfach so sagen, ohne Wenn und Aber.
Eine Wandlung...eine Veränderung...irgendetwas ist mit mir passiert.
Seit mein zweiter Sohn da ist, ist alles so toll. Ich finde die WE schön, wenn alle vier Kids bei uns sind. Ich verwöhne sie ganz gern mal und geb mir allergrößte Mühe, dass es ihnen gutgeht.
Ich wachse an meinen zahlreichen Aufgaben. Ich habe Spaß.
Ich renne nicht mehr der Perfektion hinterher, und ich versuche mich nicht zu stressen. Ich bin ruhig, ausgeglichen.... Ich habe das richtige Maß gefunden.
Ich bin offener, kontaktfreudiger. Spreche auf der Straße Menschen an. Lasse mir nicht alles gefallen. Das hätt` ich mir nie träumen lassen.
Ich ruhe mich jetzt nicht aus...ich arbeite weiter an mir.
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